Hundetypen

Dalmatiner vom Herberthof

Hüte- und Treibhunde, Schäferhunde  |  Herdenschutzhunde, Hirtenhunde  |  Molosser und Doggen

Lagerhunde, Hofhunde  |  Terrier und Teckel  |  Nordische Hunde, Spitze und Urtyp  |  Lauf-, Vorsteh- und Schweißhunde

Retriever, Spaniel und Wasserhunde  |  Windhunde  |  Gesellschaftshunde

Medizin

  Hüte- und Treibhunde, Schäferhunde

Diese Hunde waren ständige Begleiter und Helfer der Schäfer und ihren Herden. Hüte- und Treibhunde hatten die Aufgabe, die Viehherden in die gewünschte Richtung voranzutreiben, etwa zum Marktplatz oder zur Schur. Sie suchen auch einzelne Tiere, die von der Herde abgekommen sind und treiben diese selbständig zur Herde zurück. Hüte- und Treibhunde holen auch einzelne Tiere aus der Herde heraus, etwa kranke Tiere, die einer Behandlung bedürfen. Die einzelnen Rassen haben ihre eigene Methode des Hütens und Treibens entwickelt. Zu diesem Hundetyp gehören zum Beispiel der Deutsche Schäferhund, der Border Collie, der Schottische Collie, der Australian Cattle Dog, die französischen und belgischen Schäferhunde.

Viele Hunderassen haben jedoch ihren "alten" Beruf verloren und sind mittlerweile beliebte Gebrauchshunde (etwa der Deutsche Schäferhund). Hüte- und Schäferhunde sind meist mittelgroß, sehr arbeits- und lernfreudig, intelligent und schließen sich ihrem Herrn sehr an. Sie eignen sich hervorragend zur Ausbildung zu Rettungshunden, Blindenführhunden etc. Auch Hundesportler erfreuen sich besonders an diesen Rassen, sie sind meist häufig beim Agility oder auch dem Schutzhundesport zu finden.

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  Herdenschutzhunde, Hirtenhunde

Diese Hunde hatten ihr Einsatzgebiet auch an der Herde, jedoch belegten sie eine ganz andere Aufgabe. Herdenschutzhunde wurden, wie der Name schon sagt, zum Schutz der Herde eingesetzt. In der Regel findet man Herdenschutzhunde dort, wo Viehherden durch Raubtiere (Wölfe) oder auch menschliche Diebe bedroht sind. Sie werden schon mit wenigen Wochen in die zu betreuende Herde integriert und lernen so die Schafe etc. als ihre Sozialpartner kennen. Der Kontakt zu Menschen wird gering gehalten und beschränkt sich oft nur auf den Schäfer und seine Familie/Arbeiter. Diese Hunde leben ständig inmitten ihrer Herde, sie schlafen meist tagsüber, um vor allem nachts in der Dunkelheit besonders aufmerksam Wache zu halten. Zu Herdenschutzhunden zählen der ungarische Kuvasz, der Pyrenäenberghund, die verschiedenen Owtcharka, der türkische Sivas Kangal und Akbash usw.

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  Molosser und Doggen

Molosserhunde waren in verschiedenen Bereichen zu finden. Zum Einen fanden diese großen muskulösen Hunde bei der Jagd auf großes Wild Einsatz, etwa Auerochsen und Bären. Doch bald entdeckte man den Unterhaltungsfaktor und hetzte vor Publikum gezielt große molossoide Hunde auf Bären und Stiere. Wetten erlaubt. Diese Hunde wurden alsbald als Bärenbeißer und Bullenbeißer bezeichnet. In Japan lies man sogar die Hunde gegeneinander kämpfen, wobei hierbei das Beißen verboten ist und mit einer Disqualifizierung gewertet wird, es handelt sich eher um ein typisches Sumo-Ringen.
Aber Doggen waren auch so genannte Kriegshunde. Viele alte Bilder und Gemälde zeigen Ritter und Krieger, begleitet von einem großen molossoiden Hund. Eine Dogge symbolisierte Macht und Reichtum. Auch als Wächter von Haus und Hof waren Doggen beliebte Hunde, da schon allein ihr Erscheinungsbild Respekt einflößt. Zu den Molossern gehören z.B. die Deutsche Dogge, Bordeaux Dogge, Mastiff, Bullmastiff, Fila Brasileiro, Mastino Napoletano.

Heute gehören Doggen zu den beliebten Familienhunden. Besitzer von Molossern schätzen besonders die innere Ruhe dieser Hunde und die hohe Reizschwelle. Trotz des Körpervolumens können sie sanft und zärtlich sein, weshalb sie von Liebhabern gerne "sanfte Riesen" genannt werden. Diese Hunde lassen sich in der Regel leicht erziehen, für den Hundesport sind sie aufgrund ihrer Größe nur bedingt geeignet.

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  Lagerhunde, Hofhunde

So genannte Lager- und Hofhunde fand man in den Dörfern. Sie waren eigentlich "Allzweck-Hunde". So mussten sie Lasten ziehen (etwa die Milch des Bauern, das Fleisch des Metzgers), Haus und Hof des Herrn bewachen und das Vieh vor Raubtiere schützen. Sie lebten meist draußen auf dem Hof, ernährten sich von Küchenabfällen und schliefen in der Hundehütte. Zu diesen Hunden gehören zum Beispiel die verschiedenen Sennenhunde, der Rottweiler, der Hovawart.

Heute finden diese Hunde häufig als Gebrauchs- und Diensthunde Verwendung. Hundesportler erfreuen sich ihrem Arbeitswillen und auch im Schutzhundesport sind sie oft zu beobachten. Darüber hinaus eignen sie sich als Wächter von Grundstücken (besser als die Herdenschutzhunde aufgrund ihrer hohen Unterordnungsbereitschaft).

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  Terrier und Teckel

Teckel gehören zu den Jagdhunden. Diese kleinen Hunden wurden (wie einige Terrierrassen auch) in Dachs- und Fuchsbauten geschickt, um das Wild dem Jäger vor die Flinte zu treiben. Dieses Manöver erfordert eine gute Portion Mut und Schärfe, da Dachs und Fuchs sich durchaus mal gegen den hündischen Eindringlich zu wehren versuchten. In den Bauten auf sich gestellt, mussten diese Hunde selbständig handeln.
Andere Terrierrassen hielten die Ratten und anderes Getier vom Hof fern. Man nannte diese Hunde auch "Rattler". Dem Wetteifer mancher Leute ist es zu verdanken, dass die Terrier bzw. Rattler vor Publikum in einer Art Arena so viele Ratten wie möglich in geringer Zeit totbeißen musste. Aus diesem "Spiel", welches bald langweilig wurde entwickelte sich der Hundekampf.

Die heutigen Terrier sind spritzige und pfiffige Hunde, die fast nicht tot zu kriegen sind. Ihre Power scheint grenzenlos, ihre Erziehung erfordert eine äußerst konsequente Hand mit liebevoller Strenge. Sonst tanzen sie einem gern auf der Nase herum. Auch ihre Selbständigkeit gekoppelt mit einem ausgeprägtem Jagdtrieb macht so manchem Terrierhalter zu schaffen. Für Kinder sind es ideale Kameraden, nimmermüde sind die für jeden Spaß zu haben.

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  Nordische Hunde, Spitze und Urtyp

Zu den Nordischen Hunden gehören die Huskys, die Eskimohunde, Samojeden, sowie auch die verschiedenen japanischen Inu's (Akita Inu, Shiba Inu etc.). Ihre Einsatzgebiete waren umfangreich. Sie zogen schwere Lasten (auch Schlitten), sie halfen bei der Jagd und bewachten Haus und Hof.

Charakterbeschreibung sind so allgemein gehalten schwer möglich, da sich die einzelnen Rassen (je nach Herkunft und Verwendung) doch recht unterscheiden. So ist der Akita Inu ein ruhiger und souveräner Hausgenosse, dessen Haltung eines erfahrenen Hundemenschen bedarf, die Spitze sind spritzige und laute Hunde, nimmermüde und eifrig im Hundesport. Hunde vom Urtyp, etwa die Basenji's, haben weniger mit Haushunden als mit den Wildhunden der Paria gemein, was sie zur Hundehaltung in Großstädten und auch zum Hundesport ungeeignet macht.

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  Lauf-, Vorsteh- und Schweißhunde

Unter den Jagdhunde sind die meisten Hunderassen und Spezialisten zu finden. Die Laufhunde jagen meist in der Meute und verfolgen die Spur des Wildes, meist mit lautem Gebell. Die Parforce-Jagd ist in Deutschland bereits verboten, aber in anderen Ländern findet diese Art der Jagd, wo die Jäger gemeinsam hoch zu Ross der Hundemeute folgen, bis sie das Wild aufgespürt und erlegt haben.
Die Arbeit der Schweißhunde, auch Bluthunde genannt, erfolgt anders. Sie arbeiten alleine (also nicht in der Meute) und leise. Sie schlagen erst durch Bellen an, wenn sie das Wild gefunden haben. Schweißhunde werden eingesetzt, wenn es gilt ein verletztes (etwa ein angeschossenes und flüchtendes) Tier zu finden, damit der Jäger es von seinem Leid erlösen kann.
Die Vorstehhunde wiederum dienen dem Jäger dazu, ihm mittels Körpersprache anzuzeigen, wo sich das Wild befindet, damit sich der Jäger leise anpirschen kann.

Diese Hunde werden heute noch als Jagdhunde verwendet. Ihr hoher Jagdtrieb macht sie zur Haltung als Familienhund nicht besonders geeignet. Viele Jagdhunde werden von Jägern gezüchtet und ausschließlich nur in Jägerhand abgegeben.

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  Retriever, Spaniel und Wasserhunde

Die Retriever und Wasserhunde gehören auch zu den Jagdhunden, ihr Jagdtrieb ist jedoch weniger ausgeprägt. Das liegt daran, weil diese Hunde erst nach dem Schuss zum Einsatz kommen. Sie apportieren das tote Wild und bringen es dem Jäger. Die Wasserhunde, dazu gehören auch die Pudel oder auch der Cao de Agua (portugiesischer Wasserhund), halfen den Seeleuten bei ihrer Arbeit, so holten sie zum Beispiel die Fischernetze ein.

Heute werden diese Hunde hauptsächlich in Familien gehalten. Sie lernen schnell und arbeiten gerne auf dem Hundeplatz. Oft werden diese Hunde auch zu Blindenführhunde oder Behindertenbegleithunde ausgebildet. Sie schließen sich ihrem Herrn eng an und besitzen das typische "will to please", das heißt, sie tun alles, um ihrem Herrn zu gefallen und sind leicht mit Leckerlis zu bestechen. Oft gelten sie als verfressen.

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  Windhunde

Windhunde sind Hetzhunde und jagen auf Sicht. In den verschiedenen Ländern sind die verschiedenen Windhundrassen entstanden. In Schottland der Deerhound, in Irland der Irish Wolfhound, in Persien der Saluki, in England der Greyhound. Heute wird mit Windhunden fast nicht mehr gejagt, aber dafür werden sie zu Hunderennen eingesetzt. Entweder um das große Geld zu machen, was meist auf Kosten der Tiere geht, oder die Familienhunde dürfen sich gelegentlich auf Hunderennen so richtig austoben, was jedem Windhundhalter zu empfehlen ist, damit mit man den Bedürfnissen des Hundes gerecht wird. Windhunde haben einen ausgeprägten Jagdtrieb, wenn sie einen Hasen oder anderes Wild sichten, hetzen sie das arme Tier bis zur völligen Erschöpfung (meist bis zur Erschöpfung des gejagten Tieres). Ihr Wille zum Gehorsam ist nur gering ausgeprägt und sind daher für Hundehalter, die einen perfekt gehorsamen Hund vorzeigen wollen, nicht geeignet. Es sind selbständige und ruhige Hunde, die in der Wohnung nicht viel Platz benötigen, dafür aber beim Auslauf genügend Bewegung brauchen.

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  Gesellschaftshunde

Die Gruppe umfasst alle Hunde, die das Bild der "feinen Gesellschaft" abrunden. Diese Hunde sind seit jeher "arbeitslos", ihre alleinige Aufgabe ist es, die "Dame von Welt" zu begleiten. Hierzu gehören die Bichon Frise, Malteser, Peking Palasthund, Cavalier King Charles Spaniel, Chihuahua. Da keine Eigenart des wölfischen bzw. hündischen Verhaltens besonders herausgezüchtet wurde (wie etwa der Jagdtrieb der Jagdhunde, der Trieb zum Treiben bei den Hütehunden und der Beschützerinstinkt bei den Herdenschutzhunden), sind diese Hunde angenehme Hausgenossen, leicht zu erziehen und binden sich stark an ihren Menschen. Diese Hunde sind jedoch nicht weniger intelligent und erfreuen sich auch auf einem Hundesportplatz oder lassen sich problemlos zu allen möglichen Aufgaben ausbilden (zum Beispiel beim Zirkus).

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QUELLE
Zur Verfügung gestellt von www.hundeverzeichnis.de (Claudia Allmannsberger)

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