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Parvovirus - Infektion
Die Parvovirus-Infektion trat zu Beginn der 80er
Jahre in großem Umfang in Deutschland auf. Praktisch über Nacht kam
es zu schweren und vielfach tödlich verlaufenden Erkrankungen. Die
Parvovirose des Hundes wird durch ein Virus verursacht. Dieses Virus
ist in der Außenwelt sehr lange lebensfähig. Hunde können sich
sowohl bei Artgenossen als auch durch das bloße Beschnuppern von
Gegenständen, die mit dem Virus verseucht sind, anstecken.
Bei Katzen ist eine ähnliche Erkrankung bekannt (Katzenseuche).
allerdings kann das Virus von Katzen nicht auf Hunde übertragen
werden. Bei einer Ansteckung mit dem Parvovirus kann man folgende
Krankheitserscheinungen beobachten:
Mattigkeit, Fieber, Erbrechen, Durchfall (in schweren Fällen
blutig). Sehr junge Hunde können plötzlich an Herzversagen sterben,
ohne vorher deutliche Krankheitserscheinungen gezeigt zu haben
(Herzform der Parvovirus-Infektion). Erkrankte Hunde bedürfen einer
raschen Behandlung durch den Tierarzt. Leider sind trotz intensiver
Bemühungen Todesfälle noch häufig, da man den Krankheitserreger
selbst nicht behandeln kann. Überleben Hunde eine
Parvovirus-Infektion, so bleiben mitunter dauerhafte Herzschäden
zurück, die die Leistungsfähigkeit der Hunde beeinträchtigen.
Bald nach den ersten Fällen von Parvovirus-Infektionen wurde
weltweit intensive Forschungsarbeit betrieben. das Ergebnis war,
dass heute wirksame Impfstoffe für die Schutzimpfung zur Verfügung
stehen.
Welpen sind anfänglich noch durch die Aufnahme der Muttermilch
geschützt. Deshalb sollen die Impfungen zwischen der 6. und 12.
Woche beginnen, die letzte Impfung aber nicht vor der 14. - 16.
Lebenswoche durchgeführt werden. Jährliche Wiederholungsimpfungen
reichen aus, sie können als Kombinationsimpfung erfolgen. Da die
Grundimmunisierung gegen die Parvovirus-Infektion im Zusammenhang
mit den von der Mutter übertragenen Schutzstoffen eine wichtige
Maßnahme ist, sollten Sie sich rechtzeitig von ihrem Tierarzt über
das für Ihren Hunde richtige Impfprogramm beraten lassen.
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