Dalmatiner vom Herberthof

Medizin

  Fachbegriffe rund um den Hund

A I B I C I D I E I F I G I H I I I J I K I L I M I N I O I P I Q I R I S I T I U I V I W I X I Y I Z

Aalstrich Eine dunkle, strichförmige Färbung des Rückens vom Nacken zur Rute.  
Abführmittel natürliche: Euter, Lunge und rohe Leber  
Ablegen Die Erziehung zum Liegen an einem bestimmten Platz oder an jeder beliebigen Stelle im Haus oder im Freien. Der Hund darf den Platz nur auf Befehl wieder verlassen.  
Abrufen Hund durch Ruf, Pfiff oder Sichtzeichen zur Rückkehr zum Herrn auffordern.  
Abzeichen Einzelne braune, graue, schwarze oder andersfarbige Flecken oder Platten am Kopf und am Körper weißer, auch andersfarbiger Hunde. Als Augenpunkte -> Vieräugler.  
Afterklaue, Afterkralle, Afterzehe Die fünfte Zehe an der Innenseite der Hinterläufe, wird meistens - falls vorhanden - im Welpenalter entfernt um Verletzungen vorzubeugen. Bei manchen Rassen wie Briard oder Beauceron werden die Afterkrallen aber nach dem Standard verlangt. Die fünfte Zehe an den Vorderläufen ist ebenfalls verkümmert, doch immer vorhanden.  
Aggression Sammelbezeichnung für alle Formen des Angriffs-, Verteidigungs- und Drohverhalten. Intraspezifische Aggression findet zwischen Tieren gleicher, interspezifische Aggression zwischen Tieren unterschiedlicher Art statt. 
Aggressives Verhalten kann verschiedene Ursachen haben: Beuteerwerbsaggression, Verteidigungs- und Abwehraggression gegen Konkurrenten. Die innerartliche Aggression dient in erster Linie zur Verteidigung der Individuen über ein größeres Gebiet, um vorhandene Ressourcen optimal nutzen zu können. Aggressionen dienen außerdem der sexuellen Selektion (Fortpflanzung des Stärkeren) sowie der Bildung und Stabilisierung einer Rangordnung
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Aggressivität Ausmaß der Angriffsbereitschaft eines Lebewesens. Die Anlage zu aggressivem Verhalten ist genetisch bedingt und soll der Erhaltung der Art dienen. Umwelteinflüsse und frühkindliche Erfahrungen sind für das Ausmaß der Aggression eines Individuums mitbestimmend  
Agility (engl. Beweglichkeit) Geschicklichkeitssport, bei dem der Hunde eine Reihe von Hindernissen in möglichst kurzer Zeit überwinden muss (Hürden, Tunnel, Kletterwände, Wippe etc.). Erfreut sich immer größerer Beliebtheit.  
Ahnentafel Im Ausland auch Pedigree genannt ist der Abstammungsnachweis eines Rassehundes, der vom jeweiligen Zuchtbuchamt ausgestellt wird. Die Ahnentafel gibt Auskunft über Herkunft und Rassereinheit des Hundes.  
Ahnenverlust Erwünschte wie unerwünschte Eigenschaften eines Elternpaares, die bei den Großkindern nicht mehr vorhanden sein können, da sie gemäß den Mendelschen Vererbungsgesetzen verschwunden (=ausgemendelt) sind.  zum Seitenanfang
Albinismus, Albino Der angeborene Farbstoffmangel bei Mensch und Tier. Haut und Haarfarbe des Albinos sind nahezu weiß, wichtiger noch als Erkennungszeichen sind die rötlichen Augen, die weißen durchscheinenden Krallen, der rosa Nasenspiegel und die rosa Lefzen.  
Alpha-Tier Begriff aus der Verhaltensforschung für das ranghöchste Tier im Rudel.  
Altruismus Uneigennütziges Verhalten, das hauptsächlich in drei Bereichen auftritt: gegenseitiges Warnen und Verteidigen, Hilfe bei der Aufzucht von Jungtieren und Übergabe von Nahrung an Jungtiere und Rudelmitglieder  
Analdrüsen Befinden sich neben der Afteröffnung des Hundes. Sie produzieren eine stark riechende, schwarze Paste die mit dem Kot zusammen abgesetzt wird. Der Geruch dieses Analdrüsensekretes ist im gesamten Revier des Hundes vorhanden und identifiziert den Hund einem fremden Hund gegenüber als Revierinhaber. zum Seitenanfang 
Analgesicht Durch Absonderung der Analdrüse ergibt sich eine individuelle Duftvisitenkarte im Analbereich des Hundes.  
Analkontrolle Begrüßungsritual zwischen Hunden. Durch gegenseitiges Präsentieren und ausgiebiges Beschnüffeln der Analregion wird der fremde Hund "erforscht".  
Ankörung Sorgfältige Prüfung eines Junghundes auf Zuchttauglichkeit nach dem Standard des jeweiligen Rasse. Die Körung entscheidet über die Zulassung zur Zucht.  
Anpassung Eine Angleichung an die Umgebung, Umwelt und Klima. Das dichte Fell der Tiere aus Polargebieten, die helle Farbe der Wüstentiere sind Anpassungserscheinungen. Das Wort Anpassung wird aber auch für das gute Verhältnis des Hundes zu seinem Herrn, seinem Heim und den Menschen genutzt.  
Anthropomorphismus Vermenschlichungstendenz: Übertragung menschlicher Eigenschaften auf Tiere. Das Verhalten von Tieren, insbesondere das höherer Säugetiere, verleitet bei engem Zusammenleben zu solchen Übertragungen. Dabei werden den Tieren Verhaltenseigenschaften zugesprochen, die höheres Bewusstsein oder sogar Einsicht voraussetzen. Diese weit verbreitete Tendenz verhindert die artgerechte Haltung von Tieren in Menschenobhuten und sorgt häufig für Missverständnisse.   zum Seitenanfang
Apfelkopf Apfelförmige Kopfform bei einigen Zwerghunderassen (zB Chihuahua).  
Appetenz, bedingt Ein Lernvorgang, der zur Verknüpfung primär voneinander unabhängigen Reizen führt. Siehe auch Appetenzverhalten.  
Appetenzverhalten Triebverhalten: Versuch, durch bestimmte Verhaltensweisen einen bedürfnisabhängigen Mangelzustand zu beseitigen. Appetenzverhalten ist zielstrebig auf das Erreichen einer Endhandlung gerichtet. Im Gegensatz zur Endhandlung selbst beeinflusst das Appetenzverhalten nicht die weitere Handlungsbereitschaft, es kann über längere Zeiträume aktiv sein.   
Apportieren Bringen eines weggelegten oder weggeworfenen Gegenstandes. Bei der Jagd das Bringen von erlegtem Wild.  
Askariden Spulwürmer des Hundes  
Assoziation In der Verhaltensforschung die Fähigkeit, Wahrnehmungen zu verknüpfen und diese Verknüpfung im Gedächtnis zu behalten. Auf dieser Fähigkeit, aus Erfahrungen zu lernen, beruht die Erziehung eines Hundes.  
Atavismus Rückschlag: Auftreten von Körper- oder Verhaltensmerkmalen der Ahnenform. Mischlinge können zum Beispiel körperliche oder charakterliche Eigenschaften zeigen, die bei keinem Elternteil vorhanden waren und auf eine frühere Generation zurückgehen.   zum Seitenanfang
aufreiten Bespringen des Sexualpartners, unter gleichgeschlechtlichen Tieren häufig auch Frustrations- oder Dominanzgeste.  
Aujeszkysche Krankheit Auch "Pseudo-Tollwut" genannt. Sie wird durch infiziertes Schweinefleisch übertragen. Aufgrund der Infektionsgefahr wird von der Fütterung des Hundes mit rohem Schweinefleisch abgeraten. Der Krankheitsverlauf beinhaltet Lähmungen des zentralen Nervensystems, Krämpfe und Wechsel von Apathie- und Aggressionsschüben.  
Ausdrucksverhalten Verhalten mit Mitteilungsfunktion  
Außenlinie Der Umriss eines Hundes, der bei der Beurteilung auf Schönheit berücksichtigt wird. Man unterscheidet zwischen der oberen (Hals-Rücken) und der unteren (Brust-Bauch) Außenlinie.  
Aversion, bedingte erlerntes Vermeiden: Lernvorgang, der zur Vermeidungsreaktion zuvor neutraler oder angestrebter Reize führt. Die Vermeidungsreaktion kann sich, in Abhängigkeit anderer Faktoren, in Flucht oder aggressivem Verhalten zeigen.  
Bastard Nachkomme von Eltern derselben Gattung, aber verschiedener Arten. Auch Hybride genannt. Beim Hund der Mischling zwischen zwei verschiedenen Rassen. Der zoologische richtige Ausdruck ist Blendling. zum Seitenanfang
Befederung Langes Haar an Ohren, Brust, Läufen, Bauch und Rute.  
Begleithunprüfung (BH) Formelle Prüfung hauptsächlich zum Nachweis der "Unterordnung" des Hundes unter den Hundeführer. BHB-B ist Voraussetzung für Agility. BH-A (mit Prüfung der Schussfestigkeit) ist Voraussetzung für die Schutz- und Fährtenhundprüfungen.   
Behang Lang, herabhängendes Ohr wie beim Cocker Spaniel. Ausdruck aus der Waidmannssprache.  
beissen, Beissangriff Häufigstes Missverständnis zwischen Mensch und Hund. Zumeist will der Hund mit seinem Fang den Menschen lediglich festhalten (Beutetrieb, zB wenn der Hund einen Jogger verfolgt und stellt). Dieses Verhalten wird oft als Versuch des Hundes, der Zielperson eine Verletzung zuzufügen missverstanden.   
Beißhemmung Wird von Hunden nach dem Schmerzprinzip erlernt. Ein Welpe (A) beißt einen anderen Welpen (B), was diesem (B) weh tut, und er beißt daher mit gleicher Kraft (A) zurück. Welpe (A) lernt, wenn ich Welpe (B) nicht so kräftig beiße, beißt er mich auch nicht so kräftig zurück. Die absolute Beißhemmung wird durch eine Unterwerfungsgeste ausgelöst.  
Belegen Decken einer Hündin (in Rassehundezuchtvereinen nur mit Zuchtzulassung).  
Blendling Nach zoologischer Definition die korrekte Bezeichnung für einen Nachkommen verschiedener Rassen. -> Bastard  zum Seitenanfang
Blesse Breiter weißer Längsstreifen von der Stirn zur Nase.  
Blue Merle Tigerung bei Collies, Doggen und Teckeln (Tigerteckel). Auch Blauschecke genannt. Der Merlefaktor, eine Erbanlage, die diese Aufhellung der Pigmente (auch im Auge) hervorruft, kann zu Weißtigerm mit Anomalien führen.  
Blutlinie Ahnenreiheeiner Rassefamilie, die aus der Ahnentafel ersichtlich ist. Der Ausdruck beruht auf der falschen Annahme, daß das Blut der Träger der Erbanlagen sei.  
Brand Rot- bis rostbraune Abzeichen schwarzer Hunde.  
Breitensport Frühere Bezeichnung für Turnierhundesport  
Bringfreude Neigung zum Apportieren von Wild oder Gegenständen. Je nach Rasse ist die Bringfreude unterschiedlich stark ausgeprägt. Besonders bringfreudige Rassen sind Retriever und Rassen, die zur Jagd auf Niederwild eingesetzt wurden.   
Bringselverweiser Jagdhund, der das Auffinden des Wildes dadurch anzeigt, in dem er bei der Rückkehr zum Jäger das am Halsband befestigte Bringsel im Fang trägt.  
buschieren Aufstöbern des Wildes durch eine Hundemeute vor dem Schuss. zum Seitenanfang
Charakter Eigenschaften und Eigentümlichkeiten, die die Individuen einer Rasse gemein haben oder die bei ihnen gehäuft vorkommen. Es sind Temperament, Lernfreudigkeit, Kampfesmut, Ausdauer, besondere Anhänglichkeit. Der Charakter bestimmt, ob eine Rasse zu einem Menschen passt.  
Chip Ein üblicherweise am Hals unter die Haut implantierter Microchip (Transponder), übermittelt einem Lesegerät (Interrogator) einen Zahlencode, anhand dessen der Hund eindeutig identifiziert werden kann. Der Code ist weltweit einmalig und wird in einer Datenbank gespeichert.  
Chromosomen Träger der Erbanlagen; der Hund hat 39.  
Coursing Windhunde hetzen einen im Zickzackkurs gezogenen künstlichen Hasen, wobei Geschicklichkeit und Schnelligkeit bewertet werden.  
Degeneration Körperliche und seelische erbliche Verschlechterung einer Rasse, eine Folge von Inzucht oder unzweckmäßiger Kreuzung. Anhäufung von Anlagen, die nachteilig sein können. Degeneration kann sich in Anfälligkeit gegen Krankheiten, in Neurosen oder wesensmäßiger Instabilität bemerkbar machen. zum Seitenanfang
Domestikation Die Umwandlung von Wildtieren in Haustiere.  
Domestikationsmerkmal Erbliche Änderung in Verhalten oder Körperbau im Vergleich zur Stammform. Bei Hunden im Schnitt 30 Prozent verringertes Hirngewicht. Die Häufigkeit des Auftretens von bestimmten Verhaltensmerkmalen verändert sich. Hypertrophie (Zunahme) hauptsächlich im sexuellen Bereich.  
Dominanz Erbanlagen, die sichtbar vererbt und dabei andere Erbanlagen unterdrückt. So verhält sich bei Schnauzern zum Beispiel das Gen für schwarze Farbe gegenüber dem für Pfeffersalz dominant.  
Drahthaar Kurzes, hartes Stockhaar wie beim Foxterrier oder Deutsch Drahthaar.  
Dysplasie Eine Fehlentwicklung oder Fehlbildung wie zum Beispiel die der Hüftgelenkpfanne bei der Hüftgelenksdysplasie (HD).  
Ektropium Auch offenes Auge genannt. Das untere Lid hängt mehr oder minder schlaff herunter, dadurch liegt der untere Teil des Auges bloß. bei Bernhardiner, Bloodhound und Basset sind das Rassekennzeichen. zum Seitenanfang
Endhandlung Erbkoordination, di am Ende des Appetenzverhalten auftritt (zB Nahrungsaufnahme oder Sexualität). Die Endhandlung braucht Energie auf, so dass es zeitweilig nicht zum entsprechenden Appetenzverhalten kommt.   
Entropium Eingerolltes Augenlid, dabei stoßen die Wimpern gegen die Hornhaut des Auges und reizen es zum Tränen. Durch eine kleine Operation leicht zu beseitigen.  
Erbkoordination Angeborene Bewegungsformen, die von Impulsen aus Nervenzentren gelenkt werden. Zu diesen Instinktbewegungen gehört das Saugen und der Milchtritt.  
Ersatzobjekt Falsches Objekt: Verhaltensweisen werden aufgrund einer Schwellenwertänderung auf ein nicht geeignetes Objekt gerichtet (zB Deckversuch an Menschen).  
Extinktion Erlernte Verhaltensweisen verschwinden durch das Ausbleiben der entsprechenden Verstärker.   
Fahne Lange Haare an der Unterseite der Rute. zum Seitenanfang
Fähe Zoologisch korrekte Bezeichnung für weibliche Wölfe, Füchse und Dachse.  
Fährte Geruchsspur oder Schweisspur (Blutspur) des Wildes, der ein Jagdhund zu folgen vermag( zB Bluthund, Basset Hound).  
Fährtenarbeit Ausbildung des Hundes, der Fährte eines Tieres oder einer künstlich gelegten Fährte zu folgen. Fährtenarbeit ist obligatorisch für Jagdhunde aber auch Teil der Schutzhundausbildung.  
Fährtenhund Speziell auf das Folgen einer Fährte ausgebildeter Hund. Für Gebrauchshunde gibt es die Fährtenhundprüfung, für Jagdhunde stehen spezielle Jagdprüfungen zur Auswahl.  
Faking Englische Bezeichnung für die unzulässige Verbesserung des Hundes durch Menschenhand, um Käufer und Preisrichter zu täuschen.  
Fang Die ganze Schnauzenpartie des Ober- und Unterkiefers mit Lefzen und Mundwinkeln.  
FCI Féderation Cynologique Internationaler: Internationale kynologische Vereinigung; Dachorganisation von Züchterverbänden in der ganzen Welt mit Sitz in Belgien.  
Federn Die langen und weichen Haare auf der Rückseite der Vorderläufe wie bei Settern und Spaniels.  
Fersenbiß Stechen: Ursprünglich zum Spielrepertoire des Wolfes gehörender Biß in die Ferse des Kontrahenten. Hütehunde setzen den gezielten Biß indie Ferse ein, um Herdentiere zu treiben.   
Fesseln Vordermittelfuß.  
Flanken Weichteile zwischen Rippen und Keule.  
Fledermausohr Breites Stehohr mit abgerundeter Spitze wie bei der Französischen Bulldogge.  zum Seitenanfang
flehmen Tritt in der Regel nur bei Rüden auf, wenn sie den Harn einer Hündin durch Lecken aufnehmen. Die Lippenbewegungen dienen dazu die Geruchsstoffe in flüssiger Form zum Jacobsonschen Organ zu transportieren. Dieses Geruchsorgan befindet sich im oberen Bereich der Mundhöhle und hat die Aufgabe Geruchsreize zu analysieren.  
Flyball Apportierspiel bei dem der Hund einen von der Flyball Maschine geworfenen Ball über mehrer Hindernisse zu seinem Hundeführer zurücktragen muss.   
Formwert Bewertung der Hunde auf Ausstellungen mit den Prädikaten »vorzüglich«, »sehr gut«, »gut«, »genügend« und »ungenügend«. Die Bewertung wird nach dem Rassestandard vorgenommen.  
Fransen Lange Haare am Ohr wie zum Beispiel beim Spaniel.  
Freifolge Das "bei Fuß" laufen des nicht angeleinten Hundes.   
Führigkeit Die angeborene oder anerzogene Lenksamkeit des Hundes, sowohl angeleint wie freilaufend. Bekannt ist auch der Begriff Leinenführigkeit.  
Gangart Die natürliche Gangarten der Caniden sind: Schritt, Trab, gemäßigter und heftiger Galopp. Ein sich frei bewegender Hund läuft meist im Trab, auch Trollen genannt.  zum Seitenanfang
Gebäude Körperbau des Hundes.  
Gebiß Das Gebiss des Hundes besteht aus 42 Zähnen und zwar jeweils 6 Schneidezähnen, 2 Fangzähnen, 8 Prämolaren (Vorderbackenzähne), 4 (oben) bzw. 6 (unten) Molaren (hintere Backenzähne). Es gibt Scheren-, Zangengebiss, Vor- und Rückbiss.  
Gebrauchshunde Hunde, dir zur Erfüllung einer Aufgabe ausgebildet sind. Hütehunde, Herdenschutzhunde, Hunde im allgemeinen Wach- und Schutzdienst, Katastrophen- Such-, Polizei-, Blindenführhunde etc. Für viele Einsatzgebiete eines Gebrauchshundes kann eine entsprechende Prüfung abgelegt werden.   
Genotyp Die ererbten Anlagen, das Erbgut eines Hundes, also das, was er von seinen Ahnen mitbringt und an seinen Nachkommen weitergeben wird.  
Geschlossenes Auge Die Lider umschließen das Auge so straff, dass das Weiße kaum und nur die dunklen Partien zu sehen sind.  
Gesichtsfeld Bereich, den ein Hund überblicken kann ohne den Kopf zu drehen. Das Gesichtsfeld des Hundes beträgt etwa 250 Grad und ist somit erheblich größer als das den Menschen (ca. 100 Grad).  
Gesichtssinn Sehvermögen des Hundes. Räumliches Sehen ist dem Hund nur in geringem Maße möglich, dafür kann er Bewegungen noch über sehr große Entfernungen wahrnehmen. Bei Dunkelheit sieht ein Hund etwas besser als der Mensch, da der Augenhintergrund reflektierend ist. Die Farbsichtigkeit ist bei Hunden relativ schwach ausgebildet.   
Gestromt Der Hund weist eine durchlaufende oder unterbrochene Querstreifung auf. bei dunkler Grundfarbe spricht man von dunkelgetromt, bei heller Grundfarbe von hellgestromt, und bei graugelber Grundfarbe von Silberstrom.  zum Seitenanfang
Getigert Unregelmäßige Farbflecken auf andersfarbigem, meist hellerem Untergrund.  
Grannenhaar das harte, die Unterwolle überlagernde Deckhaar.  
Grauer Star Trübung der Augenlinse aus Altersgründen.  
Grüner Star Auch Glaukom genannt, Erhöhung des Augeninnendruckes, meist angeboren, tritt bei Rassen wie Spaniel, Pudel, Foxterrier und Basset Hound in bestimmten Familien auf.  
Grundschärfe Erblich bedingte Schärfe eines Hundes. Die Grundschärfe ist die Bereitschaft des Hundes in Gefahrensituationen aktiv Abwehrhandlungen vorzunehmen, zB bei Herdenschutzhunden Abwehr einer Angriffes von Wölfen auf die bewachte Herde. Bei vielen Rassen lässt sich die vorhandene Grundschärfe durch Training weiter erhöhen (zB Deutscher Schäferhund, Hovawart, Rottweiler, Dobermann etc.). Einige Rassen besitzen eine sehr ausgeprägte Grundschärfe, daher ist es nicht sinnvoll, die Schärfe durch entsprechendes Training weiter zu fördern.   
Haar Das "Fell" des Hundes besteht aus der Unterwolle (Wärmeisolation) und dem Deckhaar (Schutz vor Witterungseinflüssen). Bei einigen Rassen ist die Unterwolle kaum oder gar nicht vorhanden. Gängige Typen von Deckhaar sind: Langhaar, Kurzhaar, Stockhaar, Kraushaar, Glatthaar, Rauhaar und Drahthaar. zum Seitenanfang
Habituation Reizgewöhnung: Rückgang der Antwortbereitschaft auf einen Reiz. Die Habituation ist das Gegenstück zur klassischen Konditionierung, weil hier zuerst ein eine Reaktion auslösender Reiz neutralisiert wird.   
Härte Widerstandskraft des Hundes gegen negative Erfahrungen im Hinblick auf eigene Verhaltensenderungen. Wird ein "weicher" Hund im Kampf von einem Wolf verletzt, wird er zukünftigen Auseinandersetzungen mit Wölfen aus dem Weg gehen. Ein harter Hund wird, ungeachtet der erlittenen Verletzungen, weiterhin jeden Wolf angreifen, wenn dieser eine Bedrohung für seine Schutzbefohlenen darstellt oder in das Territorium des Hundes eindringt. Die Härte erschwert die Ausbildung eines Hundes, da er kein Bestreben zeigt, Tadel oder Einwirkung zu vermeiden.   
Harlekin Durch den Merlefaktor gescheckte Hunde, z.B. Berger de Pyrenées.  
Handwurzel Hier findet sich bei einigen Rassen die so genannte Afterklaue, eine rudimentäre fünfte Zehe.  zum Seitenanfang
Hasenpfote Lange, flache und schmale Pfoten wie zum Beispiel beim Barsoi.  
Hemmung Verhaltensweise, die durch eine andere oder durch innere Faktoren blockiert wird. Das gegenseitige Hemmen zweier Verhaltensweisen kann zu einer Übersprungshandlung führen.    
Hinterhand Der hintere Teil des Hundes von den Hüftknochen bis zu den Hinterpfoten.  
Hinterhauptbein Nach hinten stehende Fortsetzung der Scheitelleiste des Schädels.  
Hitze Auch Läufigkeit genannt. Die Brunftzeit der Hündinnen, im allgemeinen alle 6 Monate, Dauer etwa 3 bis 4 Wochen.  
Hosen Die langen weichen Haare an der Hinterseite der Oberschenkel (Keulen).  zum Seitenanfang
Hüftgelenksdysplasie (HD) Die Hüftgelenksdysplasie (HD) ist von den erblichen Erkrankungen die am längsten und besten erforschte und stellt ein schwerwiegendes Problem dar. Innerhalb des VDH darf kein mit HD behafteter Hund in die Zucht. 
Innerhalb der FCI wird die schwere der Erkrankung in fünf Stufen eingeteilt 
  • HD A HD - frei / kein Hinweis auf Hüftgelenksdysplasie 
  • HD B Übergangsform 
  • HD C leichte Hüftgelenksdysplasie 
  • HD D mittlere Hüftgelenksdysplasie 
  • HD E schwere Hüftgelenksdysplasie 

 

 
Hundesteuer Luxussteuer, die von der zuständigen Gemeinde erhoben wird. Hundehalter in Städten werden üblicherweise höher besteuert als in ländlichen Gebieten. Viele Gemeinden haben in den letzten Jahren eine progressive Besteuerung, je nach Anzahl der im Haushalt gehaltenen Hunde, eingeführt. Von der Hundesteuer befreit sind: Blindenführhunde, Diensthunde der Polizei und Zollbehörden, Rettungshunde, geprüfte Jagdhunde im Jagdschutz und Herdenschutzhunde deren ausschließliche Verwendung in der Bewachung von Viehherden liegt. Viele Gemeinden gewähren ermäßigte Steuersätze für Züchter oder gewerbsmäßig gehaltene Hunde. In einigen Gemeinden werden Hunde bestimmter Rassen als so genannte "Kampfhunde" um ein vielfaches höher besteuert.   
Hybride Das Kreuzungsprodukt zweier Arten, zum Beispiel zwischen Wolf und Hund.  
Imponiergehabe Vor allem mimische Ausdrucksform des Hundes, mit der er die Rangordnung unblutig zu regeln versucht. Es drückt sich in der Körperhaltung durch Haarsträuben und Schwanzheben sowie durch Knurren aus. Ein Begriff aus der Verhaltensforschung. zum Seitenanfang
Intentionsbewegung Andeutungsbewegung: Ausdruck der jeweiligen Stimmungslage eines Tieres und dient der Verständigung zwischen Artgenossen, indem sie die Bereitschaft zu eine bestimmten Handlung erkennen läßt (zB das Drohverhalten).  
Inzestzucht Paarung nächster Verwandter wie Bruder/Schwester, Vater/Tochter, Mutter/Sohn. Kommt unter Wildtieren die im Rudel oder in der Herde leben, häufig vor, ohne dass sich deswegen irgendwelche nachteiligen Folgen zeigen.  
Inzucht Paarung nahe verwandter Tiere. Durch Inzucht entstehen keine neuen Fehler, sondern es werden Fehler, die im Erbgut liegen, lediglich aufgedeckt. Eine richtige Inzucht ermöglicht deshalb dem Züchter, seine Zuchtlinien rasch und gründlich von Fehlern zu reinigen. Eine falsche Inzucht häuft die Fehler.  
Kampfhund Für Hundekämpfe gezüchtete Hunde. Gewünschte Eigenschaften sind Schmerzunempfindlichkeit, Aggressivität, Ausdauer, niedrige Reizschwelle und völliges Fehlen des Sozialverhalten gegenüber Artgenossen. Typische Kampfhundrassen sind Bullterrier, Staffordshire Terrier, Pit Bull Terrier und einige molossoide Rassen. Selbst Hunde dieser Rassen, sind von wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht grundsätzlich aggressiv, sondern sie werden durch einseitige Zuchtauswahl und gezielte Misshandlung zu Überreaktionen erzogen. Es wird also kein Hund als Kampfhund geboren. zum Seitenanfang
Karpfenrücken Ein stark gewölbter Rücken, der meist als fehlerhaft gilt.  
Kastration Entfernung der Gonaden (Geschlechtszellen). Bei der Hündin Entfernung der Gebärmutter und Eierstöcke, beim Rüden Entfernung der Hoden.   
Katzenpfoten Kleine, eng geschlossene Pfoten, die nach Katzenart gewölbt sind. Katzenpfotige Rassen sind Chow Chow, Border Terrier und Spitz.  
Kippohr Man unterscheidet ein hohes Kippohr, wenn wie beim Collie nur die äußerste Spitze nach vorne fällt, ein schweres Kippohr, wenn der Ohrlappen im oberen Drittel nach vorne fällt.  
Knopfohr Es ist mittellang, hoch angesetzt und liegt dort, wo es hängt, V-förmig dem vorderen Rand des Schädels an, wie beim Mops.  
Kondition Die körperliche Verfassung zu einem bestimmten Zeitpunkt.  
Konstitution Die ererbte, unveränderliche Körperbeschaffenheit, ihre Widerstandskraft gegen äußere Einflüsse und ihre Leistungsfähigkeit.  
Körpertemperatur Die normale Körpertemperatur des Hundes beträgt zwischen 38,0 und 38,6 Grad Celsius (rektal).  
Körung siehe Ankören  
Kraushaar Das einzelne Haar ist gedreht, so dass bei größerer Länge der Haare Verfilzungen entstehen können, zu Beispiel beim Pudel.  zum Seitenanfang
Kreuzbein Der den Rutenansatz bildende Teil der Wirbelsäule.  
Kreuzung Biologisch die Paarung von Vertretern verschiedener Rassen, wie zum Beispiel Neufundländer und Bernhardiner, oder die Paarung verschiedener Arten wie Pferd und Esel. Der Hundezüchter meint damit die Paarung von Tieren der gleichen Rasse, die jedoch nicht miteinander verwandt sind.  
Kruppe Hinterteil des Hunderückens vom letzten Lendenwirbel bis zum Rutenansatz. Die Kruppe besteht aus den Beckenbeinen, dem Kreuzbein und der verbindenden Muskulatur.   
Kryptorchismus Ein oder beide Hoden liegen nicht sichtbar im Hodensack, sondern unsichtbar in der Leibeshöhle. Hunde mit diesem Fehler werden auf Ausstellungen nicht bewertet und von der Zucht ausgeschlossen.  
kupieren Verkürzen der Ohren und der Rute durch Beschneiden. Das Kupieren der Ohren ist in Deutschland seit 1987 und das Kupieren der Rute seit verboten. Seit September 2001 dürfen kupierte Hunde nicht mehr auf Ausstellungen bewertet werden.   
Kurzhaar Auch Glatthaar genannt. Sehr kurzes, glatt anliegendes Deckhaar ohne oder mit geringer Unterwolle wie beim Dobermann oder Boxer.  
Kynologie Wissenschaft von den hundeartigen Lebewesen; zusammengesetzt aus kyon (gr. Hund; kynos: Genitiv) und logos (gr. Lehre).  
Läufe Kynologisch korrekte Bezeichnung für die Beine des Hundes.  zum Seitenanfang
Läufigkeit siehe Hitze  
Langhaar Weiches, langes Deckhaar mit guter Unterwolle wie beim Bernhardiner und Neufundländer. Ohne Unterwolle wie beim Setter oder dünn und seidig wie beim Malteser. Ist die Unterwolle sehr dicht und steht das Deckhaar derb und steif ab, spricht man von Langstockhaar, wie bei Spitz und Eskimohund.  
Leerlaufhandlung Spontanes Auftreten einer normalerweise durch Außenreize hervorgerufene Handlung in Abwesenheit derselben. Die Leerlaufhandlung ist eine Folge starker Schwellenwerterniedrigung, zB durch Langeweile.  zum Seitenanfang
Lefzen Die herabhängenden Lippen des Oberkiefers. Sie werden saftig genannt, wenn sie wie beim Boxer tief herabhängen, und trocken, wenn sie wie beim Bullterrier fest anliegen.  
Leistungszeichen Der erworbene Nachweis einer bestandenen Leistungsprüfung wie der Schutzhundeprüfungen I bis III. Die Bewertungen werden in die Ahnentafel übernommen.  
Letalfaktor Erbfaktoren, die zu schweren Missbildungen wie Wolfsrachen oder Taubheit, manchmal auch zu Totgeburten führen. Häufig sind sie an andere, in der Zucht erwünschte Merkmale gebunden. So tritt der Wolfsrachen zusammen mit dem Vorbiss auf, die Taubheit mit der Farbe Weiß oder der Dalmatinerschecke. Die Letalfaktoren sind rezessiv, sie können zwar weitgehend unterdrückt, aber praktisch nie ganz ausgeschaltet werden.  
Linienzucht Die Zuchttiere werden innerhalb der engeren oder weiteren Verwandtschaft ausgesucht, nach der Theorie, dass verwandte Tiere, die sich äußerlich ähnlich sind, das auch in ihren Erbanlagen sein müssen. -> Inzucht.  
Lohfarben Gelb- bis rostbraun, bei den Engländern tan genannt.  
Mannschärfe Aggressionspotential des Hundes gegenüber Menschen. Die Mannschärfe ist je nach Rasse unterschiedlich stark ausgeprägt und kann durch Training gesteigert oder gedämpft werden.  zum Seitenanfang
Markenfarbig It eine andere Bezeichnung für Abzeichen.  
Maske Scharf begrenztes dunkles Farbfeld im Gesicht, wie beim Malinois.  
Meideverhalten Negative Ersterlebnisse oder negative Erfahrungen führen zu einer Tendenz, ähnliche Situationen und Erfahrungen zu vermeiden. Wird zum Beispiel ein junger Hund von einem Radfahrer angefahren und erleidet erhebliche Schmerzen, wird er zukünftig bestrebt sein, weitere Begegnungen dieser Art auszuweichen. Entscheidend für die Bereitschaft zu einer Verhaltensänderung ist auch die Härte des Hundes.  
Milchgebiß Besteht beim Hund und Wolf aus 28 Zähnen. Der Wechsel vom Milchgebiss zum Dauergebiss beginnt im vierten Lebensmonat.   
Milchtritt Die erbkoordinierte Bettelgeste, mit der die noch blinden Welpen gegen die Zitzen der Mutter drücken, um mehr zu bekommen. Aus dem Milchtritt hat sich das Pfotengeben entwickelt.  zum Seitenanfang
Milchzahnpersistenz Besonders bei Klein- und Zwerghunderassen kann es zu multipler Persistenz der Milchzähne kommen. Die Zähne des Dauergebisses gleiten an den Milchzähnen vorbei, anstatt sie herauszuschieben. Persistierende Milchzähne können vom Tierarzt gezogen werden.   
Modifikation Abänderung der äußeren Erscheinungsform, die durch Umwelteinflüsse bewirkt wird. Sie ist nicht erblich.  
Monorchiden Rüden mit nur einem sichtbaren Hoden. Werden in der Bewertung wie Kryptorchismus behandelt.  
Motivation spezifische Handlungsbereitschaft: Bereitschaft eines Tieres zur Ausführung bestimmter Handlungen. Jede Verhaltensweise hat zu jedem Zeitpunkt einen bestimmten Wert, der von äußeren wie inneren Faktoren abhängig ist.  
Mutation Abänderung der inneren und äußeren Erscheinungsform, die sprunghaft auftritt (Erbsprung). Sie wird durch Veränderung der Erbmasse bewirkt und ist daher erblich.  
Nachahmung Lernen durch Beobachten. Übernahme von Verhaltensweisen oder Lautäußerungen anderer Tiere (Menschen) in das eigene Repertoire. Führt zur Bildung von Tradition. zum Seitenanfang
Nachsuche Die Suche nach waidwundem Wild auf der Schweißfährte.  
Nasenschwamm Vordere Nasenkuppe mit den Nasenlöchern  
Niederwild Reh, Hase, Kaninchen, Dachs, Fuchs usw.  
Pariahunde Verwilderte Haushunde, die, sich selbst überlassen, in der Nähe menschlicher Siedlungen oder in Slums leben. Häufig bilden sich mittelgroße Rudel, deren Sozialstruktur schon nach kurzer Zeit jener der Wölfe gleicht. zum Seitenanfang
Parforce Jagd Jagd auf Wild zu Pferde hinter der Hundemeute. In Deutschland verboten.  
Paßgang Die gleichzeitige Vorwärtsbewegung beider Läufe einer Körperseite.   
Phänotyp Das individuelle, äußere Erscheinungsbild eines Hundes. Es ist das Produkt des Genotyps (=ererbte Anlagen) und der Umwelteinflüsse.  
Pigmentierung Farbstoffablagerungen, besonders in den Lidrändern, der Nase und den Lefzenrändern. Ist vor allem bei weißen Hunden vorgeschrieben.  
Platten Größere zusammenhängende Farbflecke wie beim Landseer, Bernhardiner.  
Prädisposition Ererbte Anlagen, die das Verhalten des Hundes mitbestimmen und sich sowohl positiv als auch negativ bemerkbar machen können.   
Prägung Ein Lernvorgang, der nur in einer bestimmten sensiblen Zeit (=Prägungsphase) stattfindet und nicht nachholbar ist. Das durch Prägung Erlernte wird nie wieder vergessen.  
Rangordnung Verteilung von Rechten und Pflichten innerhalb einer Gruppe von Tieren. Ranghohe Tiere haben bevorzugten Zutritt zu Ruheplätzen, Nahrung, der Paarung, andere wiederum haben Anführer-, Wach- oder Verteidigungsfunktion. Die Rangordnung trägt zur Stabilisierung der Gruppe bei. Streitigkeiten sind im wesentlichen auf heranwachsende Jungtiere beschränkt. Voraussetzung für die Entwicklung von Rangordnungen ist die Fähigkeit zum individuellen Erkennen. zum Seitenanfang
Ramsnase Stark gebogener Nasenrücken fast ohne Stop (zB Bullterrier)  
Rasse Untergruppe einer Art, bestehend aus gleichartigen Lebewesen mit gemeinsam vererblichen Eigenschaften. Diese Merkmale unterscheiden sie von anderen Rassen.  
Rassestandard Eindeutige Rassemerkmale die vom Zuchtverband (FCI= für eine Rasse aufgestellt werden. Die Überwachung in den einzelnen Ländern obliegt nationalen Vereinen und Verbänden.   
Rauhhaar Sich hart und rau anfühlendes, kurzes oder mittellanges Dekhaar, das nach verschiedene Richtungen absteht, kommt besonders bei Terriern vor.  
Reinrassig Hunde, die in wesentlichen Eigenschaften gleich sind und diese von uns zu Rassemerkmalen ernannten Eigenschaften regelmäßig vererben. Reinrassig darf nicht mit reinerbig verwechselt werden, sonst sähen alle Pudel, Boxer oder Dackel einer wie der andere aus.  
Reizschwelle Die Stärke eines Reizes, die beim Hund eine Reaktion auslöst. Darf nicht absolut gesehen werden (niedrige Reizschwelle - hohe Reizschwelle), sondern ist der jeweiligen Situation angepasst, wobei der Rassecharakter schon eine Rolle spielt.  zum Seitenanfang
Rezessiv Das Gegenteil von dominant: Erbanlagen, die überdeckt werden können, aber im Erbgut erhalten bleiben, um in einer späteren Generation wieder aufzutauchen.  
ridge (engl.) Gegen den Fellstrich gewachsener Fellstreifen, der auf dem Rücken entlang der Wirbelsäule verläuft (zB Rhodesian Ridgeback).  
Ringelrute Wird über dem Rücken geringelt oder seitlich getragen. Charakteristisch bei den Spitzen, beim Japan Chin und beim Pekinesen. Ringelschwänzigkeit ist ein Zeichen von Domestikation.  
Rosenohr Die Spitze der nach hinten gefalteten Ohrmuschel zeigt nach unten und lässt das Innere der Muschel teilweise sehen wie bei der Englischen Bulldogge, dem Greyhound und dem Whippet.  
Rückbiß Diese Bezeichnung wird laut FCI einheitlich für die zoologische korrekte Bezeichnung Hinterbiss benutzt. Hierbei ist der Unterkiefer zu kurz und unterbeißt den Oberkiefer. Diese Gebissform ist nicht erwünscht, kann aber bei langschädeligen Rassen vorkommen.  
Rüde Männlicher Hund. Die Bezeichnung wird bei allen Hundeartigen verwandt, auch beim Wolf und dem Fuchs.  
Rute Der Fachausdruck für Schwanz.  
Schärfe Eine der Charaktereigenschaften des Hundes: Bewusstsein der eigenen Stärke und Kraft und die Bereitschaft, diese einzusetzen. zum Seitenanfang
Scherengebiß Die Schneidezähne des Oberkiefers greifen knapp über die des Unterkiefers. Bei fast allen Rassen erwünscht.  
Schlag Eine Gruppe von Hunde, die innerhalb ihrer eigenen Rasse zusätzlich gemeinsame Merkmale haben.  
Schutztrieb Angeborene Bereitschaft des Hundes seine Rudelmitglieder oder Schutzbefohlene zu verteidigen. Der Schutztrieb ist bei den Rassen verschieden stark ausgeprägt. Bei Herdenschutzhunden ist es der natürliche Schutztrieb der sie für ihre Aufgabe qualifiziert. Hunde mit starkem Schutztrieb sind besonders misstrauisch gegenüber Fremden und sehr wachsam, vor allem bei Dunkelheit.  
Schweißarbeit Suche des Jagdhundes nach angeschossenem Wild auf der Blutspur.  
Sozialisierungsphasen Die Einordnung des Welpen in seine Umwelt und das richtige Verhalten gegenüber anderen Hunden und Menschen. Die soziale Prägung erfolgt von der 9. bis zum Ende der 12. Lebenswoche.  
Spurlaut Hetzlaut des Hundes, der laut bellend einer Spur folgt, ohne das Wild zu sehen.  
Stammbuch Wird auch Zuchtbuch genannt. In ihm werden alle Würfe der vom jeweiligen Rasseclub erfassten rassereinen Hunde eingetragen. Unentbehrliche Informationen für die Geschichte einer Rasse, deckt allerdings nicht die Fehler der Hunde auf. Ahnentafeln, die nicht im Stammbuch nachprüfbar sind, sind wertlos.  
Standard Beschreibung des Idealtyps einer Rasse mit allen ihren Merkmalen. Wird vom verantwortlichen Club aufgestellt und von der FCI genehmigt.  zum Seitenanfang
Stehohr Aufrecht stehendes Ohr. Das natürliche Stehohr braucht manchmal sechs Monate und mehr, bis es sich gestellt hat. Stehohrige Rassen sind zum Beispiel Schäferhund, Chow Chow, Spitz, Samojede und Bullterrier.  
Stehtage Empfängnisbereite Zeit der Hündin während der Hitze. Die Hündin beißt einen paarungsbereiten Rüden nicht weg, sondern nimmt die Rute zur Seite und bleibt zum Vollzug des Deckaktes stehen. Normalerweise fallen die Stehtage auf den 11. bis 13. Tag der Läufigkeit.   
Sterilisation Unterbrechung der Samenleiter (Rüde) oder Eileiter (Hündin).  
Stichelhaar Mittellanges, nicht allzu abstehendes Stockhaar.  
Stockhaar Das ursprüngliche Haar, das aus dichter Unterwolle mit mittellangen Deckhaaren besteht wie beim Deutschen Schäferhund.  
Stöbern Der Jagdhund (Stöberhund) sucht ein Gelände durch umherlaufen nach Wild ab, ohne dabei einer Spur zu folgen.   
Stop Ausgeprägter Stirnabsatz, die Entfernung vom Nasenrücken bis zur Stirn. Fast ohne Stop sind Saluki und Afghane, einen starken Stop haben Boxer, Pekinese und Japan Chin.  
Tan Englische Bezeichnung für gelb- bis rostbraun. zum Seitenanfang
Totverbeller Jagdhund, der nach Auffinden des verendeten Wildes Laut gibt, um den Jäger den Fundort anzuzeigen.   
Totverweiser Jagdhund, der nach Auffinden des verendeten Wildes zum Jäger zurückläuft, um ihn zur Fundstelle zu führen.  
Tragzeit Beträgt bei Hunden und Wölfen 63 Tage (plus/minus 2).  
Tricolor Dreifarbige Zeichnung des Deckhaars, zumeist schwarze Grundfarbe mit weißen und braunen Abzeichen (zB Sennenhunde).  
trimmen Entfernen abgestorbener Haare und scheren nachwachsender Haare, um eine im Zuchtstandard idealisierte äußere Form des Hundes zu erzielen.   
Trocken Muskulöse Körperbeschaffenheit ohne Fettablagerungen mit eng anliegender Haut, unter der die Muskeln, Bänder und Knochen plastisch hervortreten. Hunde mit trockenem Körper sind ebenso kräftig, wie sie aussehen. Beispiel Bullterrier.  
Tulpenohr Scharf zugespitzte Stehohren wie beim Skye Terrier, Scotch Terrier, Bullterrier und Deutschem Schäferhund.  
Unterwolle Dichtes, weiches Fell unter dem Deckhaar. Die Unterwolle ist die Wärmeisolation des Hundes gegenüber der Umwelt. Nicht das Deckhaar, sondern ausschließlich die Beschaffenheit des Unterfells entscheidet, in welchem Klima sich ein Hund wohlfühlt.   
V-förmig Ein Kippohr, dessen fallender Teil wie ein V aussieht. Beispiel Foxterrier. zum Seitenanfang
Vieräugler Hunde mit einem hellen Fleck über jedem Auge. In der sozialen Auseinandersetzung zwischen den Tieren kommt diesen Flecken die Funktion eines zweiten starren Augenpaares zu, sie schüchtern den Gegner ein. Bei den Schweizer Sennenhunden gehören die Augenflecken zum gefälligen Aussehen.  
Vorbiß Die Schneidezähne des Unterkiefers beißen vor die des Oberkiefers, ihre Schneiden treffen sich nicht. Bei der Bulldogge und beim Boxer Rassekennzeichen, bei anderen Rassen meist als Fehler gewertet.  
Vorderhand Der vordere Teil des Hundes, also Schulter, Brust, Vorderläufe und Pfoten.  
Wamme Lose Haut an der Kehle, bei manchen Rassen wie Bernhardiner, Bloodhound oder Bassethound erlaubt bzw. gewünscht. zum Seitenanfang
Wellhaar Unterwolle und Deckhaar sind gewellt wie beim Barsoi. Starkes Wellhaar wird zum Kraushaar.  
Wesen Die Gesamtheit aller angeborenen und erworbenen körperlichen und seelischen Anlagen, Eigenschaften und Fähigkeiten, die das Verhalten des Hundes zur Umwelt bestimmen, gestalten und regeln.  
Wesensfest Ein Hund, der selbstsicher ist, über eine kräftige Portion Robustheit und Härte verfügt und gute Nerven hat. In diesem Zusammenhang wird auch gerne der Begriff Reizschwelle benutzt.  
Widerrist Jener Teil der Wirbelsäule der zwischen den Schulterblättern liegt, ohne sie zu überragen. Die Größe eines Hundes wird am Widerrist gemessen.  
Zangenbiß Die Schneidezähne treffen genau aufeinander, wie beim Komondor und Greyhound. zum Seitenanfang
Zotthaar Sehr langes, grobes, verfilztes Haar vereinigt sich zu langen Strähnen wie beim Komondor oder Puli.  
Zucht Der Versuch Nachkommenschaft mit bestimmten äußeren und charakterlichen Eigenschaften durch gezielte Paarung ausgesuchter Elterntiere zu erreichen.   
Zuchtbuch -> Stammbuch.  
Zuchtgruppe Die Vorführung von mindestens drei Hunden einer Rasse aus gleichem Zwinger auf einer Ausstellung. Die Hunde müssen am gleichen Tag bei der Einzelbewertung mindestens die Note »gut« erhalten haben.  
Zuchtwahl Bei der natürlichen Zuchtwahl unter Wildtieren haben die lebenskräftigeren Männchen mehr Aussicht, ein Weibchen zu gewinnen und so ihre Eigenschaften zu vererben, als lebensschwächere. Bei den Wölfen sind es ohnehin nur die Alphatiere, die sich vermehren. Bei den Hunden wählt der Züchter Tiere aus, die seiner Meinung nach die von ihm gewünschten Eigenschaften besitzen.  
Zwinger
  1. Ein kleines, verschließbares Gatter in das der Hund eingeschlossen werden kann. Für die Zwingerhaltung von Hunden gelten strenge Auflagen durch das Tierschutzgesetz.
  2. Andere Bezeichnung für eine Zuchtstätte
 
Zwingername Jeder Züchter kann einen Zwingernamen bei seinem zuständigen Rassezuchtverein beantragen. Alle Hunde die seiner Zucht entstammen, tragen diesen Zwingernamen quasi als "Nachnamen", zB "Ilona vom Märchenwald". Der erteilte Zwingername ist im Geltungsbereich des VDH geschützt und wird kein zweites Mal vergeben. zum Seitenanfang
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