Dalmatiner vom Herberthof

Medizin

  Ansteckende Leberentzündung (H.c.c.)

Diese Krankheit wurde lange Zeit mit der Hundestaupe verwechselt. Eine Unterscheidung war erst möglich, als man die Ursache der Krankheit, das H.c.c.-Virus erkannte. sowohl kranke als auch gesund erscheinende Tiere können das Virus direkt oder indirekt durch Gegenstände übertragen. Es kommt zu Schädigungen in der Leber, im Atmungs- und Verdauungsapparat, im Zentralnervensystem und an den Augen. Besonders empfänglich sind Tiere im alter zwischen acht Wochen und zwölf Monaten.

Etwa zwei bis fünf Tage nach der Infektion ist mit Krankheitserscheinungen zu rechnen. Sie beginnen mit klarem Nasen- und Augenausfluss, Mattigkeit, Fressunlust, Fieber und manchmal auch Erbrechen und Durchfall. Die Hunde haben schmerzen in der Lebergegend. Wurmbefall und Mangelernährung sind an schweren Verlaufsformen mitbeteiligt. In sehr schweren Fällen verenden die Tiere über Nacht, ohne dass der Hundebesitzer vorher auffällige Beobachtungen wahrnehmen konnte.

Zwischen der ansteckenden Leberentzündung des Hundes und der Hepatitis des Menschen besteht kein Zusammenhang.

Eine gegen den Erreger gerichtete Therapie ist - wie bei allen Virusinfektionen - nicht möglich. Tierärztliche Maßnahmen können lediglich die Krankheitssymptome lindern. Den besten Schutz gewähren Sie Ihrem Hund durch eine vorbeugende Schutzimpfung. In modernen Impfstoffen verwendet man zur Schutzimpfung gegen die ansteckende Leberentzündung einen neuen Virustyp: Adeno 2 oder H2. Solche Impfstoffe zeichnen sich besonders durch ihre Unschädlichkeit aus. Sie bewirken einen gleichzeitigen Schutz gegen die ansteckende Leberentzündung und gegen entsprechende Erkrankungen der Atemwege. Das Impfprogramm gegen die Hepatitis beginnt - wie bei der Staupe - mit der Grundimmunisierung in der 8. - 12. Lebenswoche. Für die jährliche Wiederholungsimpfungen werden Kombinationsimpfstoffe verwendet.

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